Resistance 2-Entwickler-Interview
Wir haben mit Insomniac Games, dem Entwicklungsstudio von Resistance 2 für PS3, gesprochen, um Informationen aus erster Hand zu diesem überwältigenden Ego-Shooter zu erhalten.
Das Spiel
1. Was unterscheidet Resistance 2 von seinem Vorgänger Resistance: Fall of Man?
Resistance 2 baut auf dem auf, was wir in Resistance: Fall of Man eingeführt haben, und baut im Verlauf des Spiels diese Möglichkeiten noch aus. In der Singleplayer-Kampagne erlebt der Spieler Nathan Hales Kampf gegen die Bestien in einem verwüsteten Amerika der 1950er-Jahre und begegnet dabei brandneuen Gegnern und riesigen Bossgegnern. In der neuen Online-Koop-Kampagne für acht Spieler können die Spieler in einer von drei unterschiedlichen Charakterklassen gegen Scharen von Bestien kämpfen. Im Wettkampf-Modus, dem bisher größten Multiplayer-Modus für PLAYSTATION 3, können jetzt bis zu 60 Teilnehmer in neuen Modi wie „Gefecht“ antreten.
2. Die Handlung der Singleplayer-Variante ist ziemlich kompliziert. Was erlebt Hale diesmal?
Resistance 2 setzt exakt da ein, wo Resistance: Fall of Man endete: Eine amerikanische Spezialeinheit eskortiert Nathan Hale in einen Senkrechtstarter. Sie fliegen nach Island, stoßen jedoch auf eine SRPA-Basis, die von den Bestien angegriffen wird. Nach einem kurzen, aber heftigen Zusammenstoß mit dem Feind flieht Hale. Etwa zwei Jahre später steigen wir dann wieder in die Handlung ein. Hale ist mittlerweile in San Francisco und befehligt Team Echo, das sich aus Corporal Joseph Capelli, Specialist Aaron Hawthorne und Sergeant Benjamin Warner zusammensetzt – Elitesoldaten, die „Sentinels” genannt werden. Wie unser Held sind sie gegen das Bestien-Virus resistent (die Spieler werden jedoch erfahren, dass Hale den Kampf gegen das Virus sehr viel schneller als seine Kameraden verliert). Nachdem sie die Invasion der Bay Area überlebt haben, setzt das Team Echo seinen Kampf gegen die Bestien im ganzen Land und an verschiedenen Schauplätzen fort, die den Spielern ein ganz anderes Bild der 50er-Jahre vermitteln, als man es üblicherweise sieht.
3. Was können Sie uns über das neue Waffenarsenal erzählen? Welche Waffen werden wieder dabei sein?
Wie jedes typische Insomniac-Spiel führt auch Resistance 2 einige neue Waffen ein. Da haben wir zum Beispiel die Marksman, ein Kampfgewehr mit mittlerer Reichweite und einem Sekundärfeuer mit einer autonomen Drohne. Die Wraith ist unser Maschinengewehr, das einen tragbaren Schild erzeugen kann. Die 44er-Magnum wiederum wirkt auf den ersten Blick vielleicht wie eine übliche Handfeuerwaffe, aber ihre Munition bleibt am Gegner oder der Umgebung haften und kann dann zur Explosion gebracht werden. Ach, und wir sollten auch nicht den Splicer vergessen, eine Waffe, die mithilfe der Technologie der Bestien entwickelt wurde und kreisrunde Klingen abfeuert. Die Sekundärfeueroption ermöglicht es dem Spieler, die Klinge in der Kammer so lange drehen zu lassen, bis sie vor Hitze rot glüht, um sie dann in einen Gegner zu feuern. Dort dreht sie sich dann weiter.
Auch viele alte Bekannte aus dem ersten Resistance-Teil sind wieder dabei, wie die Bullseye, der Bohrer, der LAARK-Raketenwerfer, die Luft-Treibstoff- und die Igel-Granate.
4. Auf welche neuen Feinde stößt Hale in Resistance 2?
Es gibt nicht nur neue Waffen, der Spieler wird auch einigen neuen Feinden begegnen. Das Chamäleon etwa ist eine neue Bestie, die bis zu dem Moment, wenn sie mit ihren rasiermesserscharfen Klauen angreift, völlig unsichtbar ist. Die Spieler müssen auf sichtbare oder hörbare Spuren achten, um herauszufinden, ob eines in der Nähe herumschleicht. Ein weiterer neuer Gegner ist der Verwüster, eine größere Bestie, die einen Schild trägt und den Spieler regelmäßig angreift.
Außerdem haben wir in Resistance 2 Bosse eingeführt, das war für uns besonders wichtig. Wir haben ja bereits den 90 Meter hohen Leviathan verraten, der Chicago zertrümmert, aber es gibt auch noch andere riesige Gegner, wie etwa den Goliath in Island. Ich muss wohl kaum erwähnen, dass es in Resistance 2 einige wirklich epische Zusammenstöße mit gigantischen Bestien geben wird.
5. Wie und warum habt ihr euch entschieden, einen Koop-Modus für acht Spieler einzuführen?
Die Fans haben sich ziemlich lautstark einen Online-Koop-Modus für Resistance 2 gewünscht, und das haben wir uns zu Herzen genommen. Allerdings wollten wir nichts erschaffen, was konventionell oder wie aufgesetzt gewirkt hätte. Wir wollten den Online-Koop-Modus für die Konsolenspieler völlig neu definieren. Aus diesem Grund haben wir den gesamten Modus um das herum gebaut, was bei Koop-Spielen besonders Spaß macht: Zusammenarbeiten, der Kampf gegen Heerscharen von Gegnern und die Vielzahl der Anpassungsoptionen. Wir sind fest davon überzeugt, dass dieser Koop-Modus den Spielern ein fantastisches Spielerlebnis bietet und uns ermöglicht, die Singleplayer-Kampagne noch besser auf den Spieler zuzuschneiden.
6. Erzähl' uns mehr über die drei Charakterklassen, in denen Spieler diesen Modus spielen können.
Die Charakterklassen in Resistance 2 zwingen die Spieler zur Zusammenarbeit, wenn sie den gegnerischen Angriff überleben wollen. Spieler können als Sanitäter, als Mitglied einer Spezialeinheit oder als Soldat kämpfen. Im Koop-Modus erneuert sich die Gesundheit nicht, also nimmt der Sanitäter eine Schlüsselposition ein. Diese Charakterklasse verwendet die Phoenix-Waffe, um das Energiefeld von Feinden anzuzapfen, es anschließend an das Team auszuteilen und dieses damit zu heilen. Der Soldat ist gewissermaßen der „Panzer“ der Truppe und verwendet die Wraith. Auch sie entwickelt ein Kraftfeld, das den Spieler und den Rest seines Trupps schützen kann. Die Mitglieder der Spezialeinheit verwenden die Marksman und sind für die Zerstörung zuständig, müssen aber auch Munition an die Gruppe abgeben.
7. Bei Resistance: Fall of Man gab es einen Online-Modus für 40 Spieler. Warum habt ihr euch dazu entschieden, dies für Resistance 2 zu einem Modus für 60 Spieler zu erweitern?
In Resistance 2 dreht sich alles um Größe, und das gilt auch für unsere Multiplayer-Wettkampf-Modi. Wir wollten das Gefühl verstärken, Teil einer riesigen Schlacht zu sein, und das Vergrößern der Karten und der Spielerzahl hat uns dabei geholfen, dieses Ziel zu erreichen. Gleichzeitig wollten wir trotzdem nicht das Gefühl von Intimität verlieren, das mit unseren kleineren Gefechten verbunden ist. Wenn ein Spieler an einem Wettkampf wie dem 60-Spieler-Gefecht teilnimmt, werden daher die Teams in kleinere Trupps von fünf Personen aufgeteilt und treten grundsätzlich gegen einen rivalisierenden Trupp an, wenn sie versuchen, Einsatzziele zu erfüllen. Man könnte sagen, dass wir uns beim Multiplayer-Wettkampf-Modus von der Divise „Gewaltige Schlachten, größere Intimität” haben leiten lassen.
8. In einigen der Wettkampf-Multiplayer-Modi spielen die Trupps eine wichtige Rolle. Warum habt ihr euch dafür entschieden?
Wir finden, dass die Einführung von Trupps in den Online-Wettkampf-Modus von Resistance 2 die Spieler direkter in die Kampfhandlung einbindet und ihnen hilft, ihre Rollen besser zu verstehen und letztendlich auch geschicktere Resistance-Spieler zu werden. Wir haben bei Resistance: Fall of Man gelernt, dass größere Spielerzahlen ohne Struktur manchmal unübersichtlich werden können und dass es im Spiel zu Engpässen kam. Darum haben wir für „Gefecht”, einen unserer Modi, ein Trupp-System erstellt, das die Spieler mit dynamischen Einsatzzielen gleichmäßig über die Karte verteilt. Die Erfahrungspunkte und das Spielfortschritts-System sollen Spieler dazu motivieren, den Einsatzzielen zu folgen.